
Et Ailönj teelt – die Insel ruft
Diesem Ruf folgten 13 junge Nordfriesen und Nordschleswiger und fuhren für 5 Tage auf die wunderschöne Nordseeinsel Amrum. Wir wohnten in einer Jugendherberge mitten in den Dünen nur wenige Meter vom Strand entfernt. Zu unserem Programm gehörte eine ausgiebige Radtour mit einem Insulaner, der uns die Sehenswürdigkeiten seiner Heimat zeigte. Zu jeder Sehenswürdigkeit ließ er sowohl kompetente, wie auch interessante historische und kulturelle Hintergründe mit einfließen. Ein weiteres Highlight in diesen Tagen war die 8km lange Wattwanderung von Amrum zur Nachbarinsel Föhr. Während der gesamten Wanderung erzählte uns unser „Wattführer“ alles Wissenswerte über das Weltnaturerbe. Doch die wichtigste Lektion, die er uns lehrte war „Augen auf beim Wattenlauf“ und so kamen wir ohne Verluste und ernste Verletzungen auf Föhr an. Die Nordschleswiger lernten die Nordfriesische Sportart, das sogenannte „Gibseln“ , kennen und wir lieferten uns sogleich, unter Beobachtung amüsierter Touristen, einige umkämpfte Partien am Strand. Oft saßen wir einfach nur beieinander und haben geredet und uns näher kennengelernt.
Die vorherrschende Stimmung war, nicht zuletzt Dank des Wetters, eine sommerliche Leichtigkeit, die alle mitriss und alle für einen Moment alles fern von dieser Insel vergessen ließ. Dieses Gefühl wurde am letzten Abend noch einmal gekrönt, als alle mitten in der Nacht baden gingen und das atemberaubende Phänomen – das Meeresleuchten, erleben durften. Um uns herum leuchtende und glitzernde Algen und über uns der Sternenhimmel. Dies ließ alle noch einmal lächeln und tief einatmen, bevor es dann am nächsten Tag zurück auf das Festland ging – zurück in den Alltag.
Jana